50×30, 40×20, Versandetikett 100×150 … Welches Etikettenformat passt zu welcher Anwendung, und wie messen Sie Ihre vorhandene Rolle? Ein praktischer Leitfaden zu Breite, Abstand, Liner, Kern und Rollendurchmesser vor der nächsten Bestellung.
Werden Barcode-Etiketten in der falschen Größe bestellt, zeigt sich das meist schon beim ersten Druck: Der Barcode läuft über den Rand, der Drucker findet den Abstand zwischen den Etiketten nicht, oder die Rolle passt gar nicht erst in den Drucker. In diesem Beitrag stellen wir die gängigsten Etikettengrößen nach Einsatzbereich zusammen und zeigen Schritt für Schritt, welche sieben Werte Sie messen müssen, um ein vorhandenes Etikett richtig zu bestimmen.
So werden Barcode Etiketten Größen angegeben
Etikettenmaße werden in Millimetern als „Breite × Höhe“ angegeben: 50 × 30 mm bedeutet ein Etikett mit 50 mm Breite und 30 mm Höhe. Die meisten Hersteller nennen zuerst die Breite quer zur Rolle (senkrecht zur Ausgaberichtung des Druckers) und danach die Höhe in Laufrichtung. Diese Konvention gilt jedoch nicht überall. Ein Etikett mit 30 × 50 und eines mit 50 × 30 haben dieselbe Fläche, verhalten sich im Drucker aber völlig unterschiedlich. Am sichersten ist es daher, bei der Bestellung klar anzugeben, welcher Wert quer zur Rolle liegt.
In Märkten, die in Zoll rechnen, werden dieselben Etiketten in Zoll benannt. Das bekannte Versandetikett im Format 4 × 6 Zoll entspricht zum Beispiel etwa 100 × 150 mm.
Gängige Etikettenformate und ihre Einsatzbereiche
Die folgende Tabelle fasst häufig anzutreffende Etikettengrößen und ihre typischen Anwendungen zusammen. Es handelt sich um verbreitete Formate, nicht um verbindliche Normen: Oberfläche des Produkts, Barcode-Typ und Menge der Informationen auf dem Etikett bestimmen die passende Größe.
| Format (mm) | Typische Anwendung | Hinweis |
|---|---|---|
| 30 × 20 | Kleinartikel, Kosmetik, Schmuck, Ersatzteile | Reicht für kurzen Barcode und Preis; für längere Texte knapp |
| 40 × 20 | Kleinartikel und Regalbarcodes | Praktisch für eine Zeile Produktname plus Barcode |
| 50 × 30 | Standard-Produkt- und Regalbarcodes; Handel und Lager | Eines der beliebtesten Allzweckformate |
| 58 × 40 | Waagenetiketten, Frischetheke, Zutatenangaben | Bietet neben dem Barcode Platz für einige Textzeilen |
| 100 × 50 | Karton- und Versandetiketten | Großer Barcode plus Adress- oder Chargenangaben |
| 100 × 100 | Karton- und Lageretiketten | Layouts mit Logo, Losnummer und Barcode |
| 100 × 150 | Versandetikett für Paketdienste und E-Commerce | Nahe an 4 × 6 Zoll; verbreitet für Paketlabel-Ausdrucke |
Bei Produktetiketten ist 50 × 30 mm eines der am häufigsten genutzten Formate und zugleich unsere Standardgröße bei Yayex. Für kleinere Artikel werden oft 40 × 20 oder 30 × 20 mm verwendet, für Kartons und Pakete Etiketten mit 100 mm Breite. Fertige Formate finden Sie bei unseren Blanko-Etiketten.
Etiketten richtig messen: 7 Werte Schritt für Schritt
Wenn Sie bereits eine Rolle haben und dasselbe Etikett nachbestellen möchten, messen Sie mit Lineal oder Messschieber die folgenden Werte. Messen Sie nach Möglichkeit direkt auf der Rolle, ohne das Etikett vom Trägermaterial abzuziehen.
- Etikettenbreite: der Abstand von einer Kante des Etiketts zur anderen, quer zur Rolle.
- Etikettenhöhe (Länge): der Abstand vom Anfang bis zum Ende eines Etiketts in Laufrichtung.
- Etikettenabstand (Gap): das freie Trägermaterial zwischen zwei Etiketten. Der Sensor des Druckers erkennt daran den Beginn jedes neuen Etiketts; der Wert liegt meist bei wenigen Millimetern.
- Seitenrand: der Abstand zwischen der Etikettenkante und der Kante des Trägermaterials. Sind linker und rechter Rand unterschiedlich, notieren Sie beide.
- Breite des Trägermaterials (Liner): die Gesamtbreite des silikonisierten Papiers, auf dem die Etiketten sitzen. Die Materialführungen des Druckers werden auf diesen Wert eingestellt.
- Innendurchmesser des Wickelkerns: der Innendurchmesser der Papphülse in der Mitte der Rolle. Yayex liefert Kerne mit 40 mm und 76 mm; in der Regel arbeiten kleine Desktop-Drucker mit dem schmaleren Kern und Industriedrucker mit 76 mm (3 Zoll).
- Rollenaußendurchmesser und Etiketten pro Rolle: Der an der äußersten Stelle gemessene Durchmesser entscheidet, ob die Rolle in das Materialfach des Druckers passt. Davon hängt auch die Stückzahl ab: Bei gleichem Durchmesser passen mehr kleine Etiketten auf die Rolle. Unsere typische Menge sind 1.000 Etiketten pro Rolle.
Notieren Sie Maße immer in Millimetern und runden Sie nicht: Wer ein 49-mm-Etikett als „50“ bestellt, riskiert kleine, aber lästige Verschiebungen im Druckbild.
Ausrichtung und Wickelrichtung: zwei kurze Hinweise
Ausrichtung: Dasselbe Etikett mit 50 × 30 mm kann im Querformat (lange Kante quer zur Rolle) oder im Hochformat (kurze Kante quer zur Rolle) auf der Rolle sitzen. Ist Ihr Design quer, die Rolle aber hochformatig, muss der Drucker das Motiv drehen oder kann es gar nicht unterbringen. Definieren Sie Druckvorlage und Rolle nach derselben Logik.
Wickelrichtung: Wichtig ist, ob die Etiketten nach außen (Außenwicklung) oder nach innen (Innenwicklung) zeigen und welche Kante zuerst von der Rolle läuft. Die meisten Desktop-Drucker arbeiten mit einer bestimmten Wicklung; bei Etikettenspendern und Applikatoren hängt die Richtung von der Einbausituation der Maschine ab. Im Zweifel genügt ein Foto Ihrer aktuellen Rolle, auf dem Sie die Abzugsrichtung markieren.
Worauf Sie bei der Wahl der Etikettengröße achten sollten
- Platz für den Barcode: Produktbarcodes wie EAN-13 und Logistikbarcodes wie GS1-128 brauchen zu beiden Seiten eine freie Ruhezone, um sicher gelesen zu werden. Das Etikett muss neben dem Barcode auch diese Zone aufnehmen.
- Informationsmenge: Kommen Produktname, Preis, Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum hinzu, wird 50 × 30 schnell eng; ziehen Sie 58 × 40 oder größer in Betracht.
- Druckbreite: Prüfen Sie die maximale Liner- und Druckbreite im Handbuch Ihres Druckers. Wir fertigen Formate, Kerne und Wickelrichtungen passend für Zebra-, TSC-, Argox- und Godex-Drucker.
- Untergrund: gewölbte Flasche, kleine Schachtel oder Wellpappkarton; der Untergrund bestimmt, welche Größe faltenfrei haftet.
- Druckverfahren: Klären Sie vorab, ob Sie im Thermodirekt- oder Thermotransferdruck arbeiten, denn davon hängt das passende Etikettenmaterial ab.
Etiketten in Sondergröße: von 20 × 10 mm bis 100 × 150 mm
Passt keines der Formate aus der Tabelle, ist eine Sonderanfertigung möglich. In unserem Werk in Pendik, Istanbul, stanzen wir Etiketten von 20 × 10 mm bis 100 × 150 mm und fertigen bei Bedarf auch individuelle Stanzformen. Die Stanzung erfolgt mikrometergenau, sodass Abstand und Ränder vom Anfang bis zum Ende der Rolle gleich bleiben.
Lagerformate können Sie bereits ab einer einzigen Rolle bestellen. Für Sondergrößen oder bedruckte Etiketten empfehlen sich in der Regel Mengen ab etwa 5.000 Stück, damit der Stückpreis wirtschaftlich bleibt. Die Standardlieferzeit für Sonderanfertigungen beträgt 3–5 Werktage.
Wenn Größe und Menge feststehen, zeigt Ihnen unser Sofort-Preisrechner direkt einen Preis an.
Unsicher bei der Größe? Schicken Sie uns ein Muster
Eine alte Rolle mit dem Lineal zu vermessen ist nicht immer einfach; Abstand und Ränder betragen nur wenige Millimeter, die Fehlerquote ist entsprechend hoch. Am sichersten ist es, uns einige Etiketten oder ein Stück der verwendeten Rolle zu senden. Anhand des Musters bestimmen wir Format, Abstand, Kern und Wickelrichtung und fertigen es nach. Bei bedruckten Aufträgen prüfen wir Ihre Druckdaten vor dem Druck kostenlos auf Maße, Auflösung und Beschnittzugabe. Schreiben Sie uns zu Mustern und Maßen über unsere Kontaktseite.
Häufig gestellte Fragen
Welche Barcode-Etikettengröße ist am gängigsten?
Eine einzige verbindliche Norm gibt es nicht, aber 50 × 30 mm ist für Produkt- und Regalbarcodes eines der verbreitetsten Formate. Für Versandetiketten wird häufig 100 × 150 mm (4 × 6 Zoll) verwendet.
Wie viele Etiketten 50x30 sind auf einer Rolle?
Die Menge pro Rolle hängt vom Kerndurchmesser und vom maximalen Rollenaußendurchmesser ab, den Ihr Drucker aufnimmt. Bei Yayex sind es typischerweise 1.000 Etiketten pro Rolle.
Steht bei Etikettenmaßen zuerst die Breite oder die Höhe?
Meist steht zuerst die Breite quer zur Rolle. Um Missverständnisse zu vermeiden, geben Sie in der Bestellung an, welche Kante quer zur Rolle liegt, oder senden Sie uns ein Muster.
Brauche ich einen Kern mit 40 mm oder 76 mm?
Das hängt von Ihrem Drucker ab. Sehen Sie in den Materialspezifikationen im Druckerhandbuch nach; wenn Sie unsicher sind, nennen Sie uns Hersteller und Modell Ihres Druckers, und wir bestimmen gemeinsam den passenden Kern.
Fazit
Die richtige Etikettengröße ergibt sich erst, wenn Breite, Höhe, Abstand, Liner, Kern und Rollendurchmesser zusammenpassen. Erfüllt eines der gängigen Formate Ihren Zweck, gehen Lagerrollen noch am selben Tag in den Versand; brauchen Sie eine Sondergröße, fertigen wir alles von 20 × 10 mm bis 100 × 150 mm. Geben Sie Ihr Format in den Preisrechner ein und sehen Sie sofort einen Preis.