Ein Etikett, das im Drucker sauber läuft, kann im Etikettenspender kopfüber oder quer auf dem Produkt landen. Die Ursache ist meist nicht das Etikett, sondern die Wickelrichtung der Rolle. Hier: Innen- und Außenwicklung, das 8-Positionen-Schema und die richtigen Bestellangaben.
Die Wickelrichtung von Etiketten beschreibt zwei Dinge: ob die Oberseite der Etiketten auf der Rolle nach außen oder nach innen zeigt und welche Kante des Etiketts beim Abwickeln zuerst kommt. Davon hängt ab, ob ein Etikett im Barcodedrucker oder an der Etikettiermaschine gerade, lesbar und an der richtigen Stelle landet. Hier erfahren Sie den Unterschied zwischen Innen- und Außenwicklung, das verbreitete Wickelschema mit 8 Positionen und welche Angaben in Ihre Bestellung gehören.
Was bedeutet Wickelrichtung bei Etiketten?
Die Wickelrichtung besteht aus zwei Angaben. Die erste ist die Wicklungsart: Liegt die Etikettenoberseite außen auf der Rolle (Außenwicklung) oder innen (Innenwicklung)? Die zweite ist die Abwickelrichtung: Kommt beim Abwickeln zuerst die obere, untere, linke oder rechte Kante des Etiketts? Zusammen ergeben sie die Wickelposition. In Angebots- und Bestellformularen heißt dieselbe Angabe Wickelrichtung, Abwickelrichtung, Laufrichtung oder einfach Position.
Bei Blankoetiketten, die Sie selbst im Thermodrucker bedrucken, ist die Abwickelrichtung flexibler, weil sich das Layout in der Druckersoftware drehen lässt. Bei vorbedruckten Etiketten mit Logo, Text oder Barcode wird die Ausrichtung dagegen in der Produktion festgelegt. Eine vorbedruckte Rolle in falscher Position bedeutet: Das Etikett klebt kopfüber oder quer auf dem Produkt.
Innenwicklung und Außenwicklung im Vergleich
Bei Außenwicklung sitzen die Etiketten auf der Außenseite des silikonisierten Trägermaterials; Sie sehen die Etiketten, wenn Sie auf die Rolle schauen. Bei Innenwicklung zeigt die Etikettenoberseite zum Kern, von außen ist nur die Rückseite des Trägers zu sehen. Welche Variante richtig ist, hängt vom Materialweg Ihres Geräts ab.
| Merkmal | Außenwicklung | Innenwicklung |
|---|---|---|
| Etikettenoberseite | Außen, sichtbar | Innen, verdeckt |
| Sichtbar auf der Rolle | Die Etiketten | Die Rückseite des Trägermaterials |
| Typischer Einsatz | Desktop-Barcodedrucker, Handetikettierung, viele Etikettiermaschinen | Drucker und Spender, deren Materialweg für Innenwicklung ausgelegt ist |
| Bei falscher Wahl | Eine Maschine für Innenwicklung bekommt das Etikett mit der falschen Seite zugeführt | Im Drucker für Außenwicklung trifft der Druckkopf auf das Trägermaterial statt auf das Etikett |
Kurz gesagt: Es gibt keine allgemein richtige Wicklung. Richtig ist die Wicklung, die Ihre Maschine erwartet.
Welche Wicklung brauchen Desktop-Barcodedrucker?
Die meisten Desktop-Thermodrucker sind für außengewickelte Rollen ausgelegt; deshalb werden Standardrollen ab Lager meist mit Außenwicklung geliefert. Manche Modelle verarbeiten auch Innenwicklung oder brauchen dafür eine Einstellung; verbindlich ist das Handbuch Ihres Druckers. Yayex fertigt Rollenetiketten in Formaten, Kerndurchmessern und Wickelrichtungen passend für Zebra-, TSC-, Argox- und Godex-Drucker, für Thermodirekt- und Thermotransferdruck.
Neben der Wicklungsart zählen am Desktop-Drucker Kerndurchmesser und Außendurchmesser: Die Rolle muss auf den Rollenhalter passen, und der Deckel muss schließen. Yayex liefert Kerne mit 40 mm und 76 mm, sodass die Rolle zu Ihrem Drucker passt.
Das Wickelschema mit 8 Positionen
In der Etikettenbranche wird die Wickelrichtung meist mit einem Schema aus 8 Positionen angegeben. Es kombiniert die vier Abwickelrichtungen mit den beiden Wicklungsarten: vier Positionen für Außenwicklung, vier für Innenwicklung. Eine verbreitete Nummerierung sieht so aus:
| Position | Wicklungsart | Kante, die zuerst abläuft |
|---|---|---|
| 1 | Außenwicklung | Oberkante (Kopf des Drucks) |
| 2 | Außenwicklung | Unterkante |
| 3 | Außenwicklung | Rechte Kante |
| 4 | Außenwicklung | Linke Kante |
| 5 | Innenwicklung | Oberkante |
| 6 | Innenwicklung | Unterkante |
| 7 | Innenwicklung | Rechte Kante |
| 8 | Innenwicklung | Linke Kante |
Wichtig: Die Nummerierung kann je nach Etikettenhersteller und Maschinenmarke abweichen; eine Richtung, die in einem Schema Position 3 ist, kann in einem anderen eine andere Nummer tragen. Auch die Definition von links und rechts wird unterschiedlich dargestellt. Bestellen Sie deshalb nicht nur nach Nummer: Teilen Sie das verwendete Schema, zeigen Sie mit einer Skizze oder einem Foto, wie das Etikett von der Rolle kommen soll, und stimmen Sie es vor der Produktion mit Ihrem Lieferanten ab.
So bestimmen Sie die richtige Position
- Prüfen Sie, in welcher Richtung Ihre Maschine oder Ihr Drucker das Etikett an das Produkt oder den Ausgang übergibt.
- Legen Sie fest, wie das Etikett auf dem Produkt lesbar sein muss: hochkant oder quer?
- Wenn Sie eine Rolle haben, die auf der Maschine einwandfrei läuft, wickeln Sie einige Etiketten ab, notieren Sie Wicklungsart und vorauslaufende Kante und machen Sie ein Foto.
- Geben Sie diese Angaben zusammen mit dem Schemanamen, einer Skizze oder dem Foto in Ihrer Bestellung an.
Falsche Wickelrichtung am Etikettenspender: die Folgen
In Etikettiermaschinen und Etikettenspendern wird das Etikett an der Spendekante vom Trägermaterial gelöst und direkt auf das Produkt übertragen. Die Maschine bringt das Etikett genau so auf, wie es von der Rolle kommt; anders als beim Drucker gibt es keine Drehung per Software. Ein Wickelfehler zeigt sich deshalb sofort an der Linie:
- Kopfüber oder quer aufgebrachte Etiketten: Logo, Text oder Barcode stehen auf dem Kopf oder sind um 90 Grad gedreht.
- Leseprobleme: Ein Barcodescanner an der Linie kann Schwierigkeiten haben, einen Barcode in unerwarteter Ausrichtung oder Lage zu lesen.
- Spendefehler: Wird eine Rolle mit falscher Wicklungsart verkehrt herum zugeführt, löst sich das Etikett an der Spendekante nicht und kann nicht übertragen werden.
- Maschinenstillstand: Die Rolle muss ausgebaut und umgewickelt werden, oder man wartet auf die richtige Rolle; die Linie steht.
- Ausschuss und Nacharbeit: Falsch etikettierte Produkte werden aussortiert und neu etikettiert; Material und Zeit gehen verloren.
Eine falsch gewickelte Rolle lässt sich manchmal mit einem Umwickler korrigieren, doch das ist Zusatzaufwand. Läuft das Etikett seitlich ab, macht auch Umwickeln daraus keinen Ablauf über Ober- oder Unterkante. Am effizientesten ist es, die Position schon bei der Bestellung zu klären.
Diese Angaben gehören in Ihre Bestellung
Die Wickelrichtung allein reicht nicht. Damit die Etiketten auf Anhieb auf Ihrer Maschine laufen, geben Sie Folgendes an:
- Etikettenformat: Breite × Höhe in Millimetern. Yayex stanzt von 20 × 10 mm bis 100 × 150 mm, dem gängigen Format für Versandetiketten; Standardformat ist 50 × 30 mm.
- Material: Eco-Thermo, Thermo mit Topcoat, gestrichenes Papier, weißes PP, transparentes PP oder silbermattes metallisiertes Polyester, dazu die Oberfläche, auf der das Etikett haften soll.
- Kern (Innendurchmesser): 40 mm oder 76 mm, passend zum Rollendorn Ihrer Maschine.
- Maximaler Außendurchmesser: Die größte Rolle, die Druckerdeckel oder Rollenhalter der Maschine aufnehmen.
- Wicklungsart und Position: Innen- oder Außenwicklung und Abwickelrichtung, mit Schemaname, Skizze oder Foto.
- Etiketten pro Rolle: Typischerweise 1.000 Stück, abhängig vom maximalen Außendurchmesser und der Etikettenlänge.
- Druckverfahren und Gerät: Thermodirekt oder Thermotransfer sowie, falls vorhanden, Marke und Modell von Drucker oder Maschine.
Mit diesen Angaben erhalten Sie über den Sofort-Preisrechner einen Richtpreis und klären maschinenspezifische Anforderungen im Angebot.
Sonderstanzung und Wickelrichtung bei Yayex
Seit 1999 druckt, stanzt und wickelt Yayex Etiketten im eigenen Werk in Pendik, Istanbul. Wicklungsart, Abwickelrichtung, Kern und Etiketten pro Rolle werden nach Ihrer Bestellung eingestellt, für Blanko-Rollenetiketten ebenso wie für bedruckte Etiketten. Im Flexo- und Digitaldruck sind bis zu 7 Farben möglich, der Druck wird per Kamerasystem kontrolliert. Sie sind sich bei der Positionsnummer unsicher? Schicken Sie eine Skizze oder ein Foto, und wir bestätigen die Position gemeinsam vor der Produktion.
Häufige Fragen
Ist Innenwicklung oder Außenwicklung besser?
Keine der beiden ist an sich besser. Entscheidend ist, welche Wicklung der Materialweg Ihres Druckers oder Ihrer Etikettiermaschine erwartet. Desktop-Thermodrucker arbeiten meist mit Außenwicklung.
Wie erkenne ich die Wickelrichtung meiner vorhandenen Rolle?
Schauen Sie von außen auf die Rolle: Sehen Sie die Etiketten, ist sie außengewickelt; sehen Sie nur das Trägermaterial, ist sie innengewickelt. Wickeln Sie dann das Ende ab und prüfen Sie, welche Kante zuerst kommt; das ist Ihre Abwickelrichtung.
Reicht eine Positionsnummer in der Bestellung?
Nicht immer. Die Nummerierung des Schemas mit 8 Positionen kann je nach Hersteller abweichen. Am sichersten ist es, zusätzlich das Schema, eine Skizze oder ein Foto einer funktionierenden Rolle mitzuschicken.
Spielt die Wickelrichtung bei Blankoetiketten eine Rolle?
Die Wicklungsart (innen oder außen) schon: Ist sie falsch, kann der Drucker das Etikett nicht bedrucken. Die Abwickelrichtung ist bei Blankoetiketten flexibler, weil Sie das Layout in der Druckersoftware drehen können. Das Etikett muss aber in einer Ausrichtung ankommen, die zur Druckbreite passt.
Fazit
Die Wickelrichtung wirkt wie ein Detail, entscheidet aber darüber, ob Ihre Etikettierlinie läuft. Klären Sie Wicklungsart, Abwickelrichtung und Positionsschema vor der Bestellung. Kontaktieren Sie uns, um die passende Rolle für Ihre Maschine festzulegen; ein Foto eines Etiketts oder einer Rolle, die bereits gut läuft, ist der schnellste Einstieg.